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Regionale Ingenieurtreffen

Der Besuch von den durch die Ingenieurkammer Sachsen organisierten Ingenieurtreffs hat sich mittlerweile zu einer guten Tradition entwickelt. Diese Treffs bieten eine hervorragende Möglichkeit gemeinsam Ingenieurbauwerke, Baustellen, Museen oder beispielsweise auch Forschungslabore zu besichtigen. So erhalten Kammermitglieder teilweise auch Zugang zu nicht öffentlichen Einrichtungen, was Ingenieurtreffs zu einem besonderen Erlebnis macht. Darüber hinaus sind die sachsenweiten Ingenieurtreffs auch eine gute Gelegenheit zum lockeren Austausch zwischen Mitgliedern, Geschäftsstelle und Vorstand.

Wir informieren Sie rechtzeitig über anstehende Veranstaltungen. Weitere Ideen nehmen wir gern in künftige Jahresplanungen auf. Bitte senden Sie diese an redaktion@ing-sn.de.

Terminvorschau

Altenburg

Verantwortliches Vorstandsmitglied: Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann

Termin: Dienstag, 3. Februar 2026, ab 15:00 Uhr

Ort: OKM GmbH, Julius-Zinkeisen-Str. 7, 04600 Altenburg

Themen:

  • gemeinsamer Ingenieurtreff mit der Ingenieurkammer Thüringen
  • Führung durch Produktion, Entwicklung und Messtechnik der OKM GmbH
  • Gelegenheit zum fachlichen Austausch

Anmeldung über unseren Veranstaltungskalender

Altenberg

Verantwortliches Vorstandsmitglied: N. N.

Termin: Donnerstag, 26. Februar 2026, ab 15:00 Uhr

Ort: SachsenEnergie-Eiskanal, Neuer Kohlgrundweg 1, 01773 Altenberg

Themen:

  • Bobbahnführung
  • Gelegenheit zum fachlichen Austausch

Anmeldung demnächst möglich

Leipzig

Verantwortliches Vorstandsmitglied: Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann

Termin: Donnerstag, 16. April 2026, ab 18:00 Uhr

Ort: Stadtbibliothek, Leipzig

Themen:

  • Veranstaltung im Rahmen des Netzwerks Baukultur Leipzig
  • Infrastruktur im Kontext der Ostmoderne

Anmeldung demnächst möglich

Rückblick

Exklusive Bauwerksbesichtigung an der Elbebrücke in Bad Schandau

Im Rahmen des Ingenieurstreffs erhielten wir am 20. August 2025 die seltene Gelegenheit, die Brücke in Bad Schandau aus einer ganz besonderen Perspektive zu erleben.

Aufgrund des großen Interesses fanden an diesem Tag insgesamt drei Führungen für rund 90 Mitglieder der Ingenieurkammer Sachsen statt.

Die Führungen übernahmen die beiden Brückenexperten des Landesamts für Straßenbau und Verkehr: Lars Roßmann, Abteilungsleiter „Ingenieurbau und Innovation“, und Dr. Steffen Müller vom Referat 31 „Konstruktiver Ingenieurbau“.

Während der jeweils zweistündigen Besichtigung – direkt im Hohlkasten des Überbaus, einem Bereich, der normalerweise nicht zugänglich ist – erhielten die Teilnehmenden einen eindrucksvollen Einblick in das Bauwerk. Damit bot sich eine einzigartige Möglichkeit, die innere Konstruktion der Brücke hautnah zu erleben und die durchgeführten Untersuchungen detailliert kennenzulernen.

Besonders beeindruckend war die Vorstellung des im April durchgeführten Belastungstests zur Prüfung der Tragfähigkeit: Mehrere Testfahrten mit einem ferngesteuerten Schwerlastmodul wurden durchgeführt und die Belastungen mithilfe der installierten Messsysteme präzise erfasst. Auf diese Weise ließ sich die verbleibende Tragfähigkeit der Brücke deutlich schneller bestimmen, als es durch eine rein rechnerische und thermisch bestimmte Bauwerksbeobachtung möglich gewesen wäre. Im Ergebnis konnte die zwischenzeitlich gesperrte Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Darüber hinaus wurden die Spannstahlentnahmestellen sowie die verbaute Messtechnik vorgestellt, mit der mögliche Schäden am Spannstahl oder am Beton ermittelt werden können. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf der permanenten Überwachung des Bauwerks mittels Schallemissionsmessung, durch die selbst kleinste Veränderungen im Materialgefüge frühzeitig erkannt werden.

Zum Abschluss nutzten unsere Mitglieder die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit den Vorstandsvertretern Vizepräsident Dipl.-Ing. Ralf Donner, Ing. Nico Friedrich M. Sc. sowie Dipl.-Ing. (BA) Holger Schunk.

 Unser besonderer Dank gilt Lars Roßmann und Dr. Steffen Müller für die spannenden Einblicke, die fachlich fundierten Erläuterungen sowie die Möglichkeit, das Innere der Brücke in Bad Schandau hautnah erleben zu dürfen.

Zukunft der Stahlproduktion: Ingenieurkammer Sachsen zu Gast in Gröditz

Der Ingenieurtreff der Ingenieurkammer Sachsen führte die Teilnehmenden am 28. Mai 2025 in die traditionsreichen Schmiedewerke Gröditz der GMH Gruppe. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Geschäftsführer Stefan Zickuhr und den Bürgermeister der Stadt Gröditz, Enrico Münch, wurde das Treffen mit einer inspirierenden Einführung eröffnet.

Stefan Zickuhr stellte dabei die Vision des Unternehmens vor: Bis zum Jahr 2039 soll in Gröditz klimaneutraler Stahl produziert werden – mithilfe von grünem Strom, wasserstofffähigen Produktionsprozessen und einer durchgängig nachhaltigen Lieferkette. So will das Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Transformation der Industrie in Richtung Klimafreundlichkeit leisten.

Ein Höhepunkt des Treffens war die eindrucksvolle dreistündige Werksführung. Diese wurde fachkundig und mit großer Begeisterung von den ehemaligen, inzwischen im Ruhestand befindlichen Mitarbeitern Herrn Donat und Herrn Thielemann geleitet. Ihnen gilt ein besonderer Dank für ihr Engagement und ihre anschaulichen Erläuterungen.

Die Schmiedewerke Gröditz gelten als Vorreiter in der CO₂-reduzierten Stahlherstellung. Durch den Einsatz modernster Elektroöfen und nahezu 100 Prozent Metallschrott als Ausgangsmaterial entsteht dort Stahl in höchster Qualität – bei bis zu 80 Prozent geringeren CO₂-Emissionen im Vergleich zur konventionellen Herstellung.

Zum Abschluss bot sich bei einem fachlichen Austausch mit Kammerpräsident Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann die Gelegenheit zur Diskussion aktueller Themen aus dem Ingenieurwesen. In angenehmer Atmosphäre wurden neue Impulse gesetzt und Netzwerke gestärkt.

Ein herzlicher Dank gilt den Schmiedewerken Gröditz für die Gastfreundschaft, die spannenden Einblicke in die Produktion und das beeindruckende Engagement für eine nachhaltige industrielle Zukunft.

Exklusiver Einblick in die Sanierung der Villa Zimmermann in der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025

Den Jahresauftakt unserer Ingenieurtreffs machte am 22. Januar die diesjährige Europäische Kulturhauptstadt Chemnitz.

Dipl.-Ing. Claus Höhn, Freier Architekt, gewährte den Teilnehmern einen exklusiven Einblick in die derzeitige Sanierung der Villa Zimmermann.

Nach allen Seiten freistehend ist der in seinem gediegenen neugotischen Stil beeindruckende Sandsteinbau das einzige Bauwerk dieser Art in Chemnitz. Die Villa Zimmermann wurde 1865 bis 1867 als Massivbau nach Plänen des Hamburger Architekten Otto Goetze im Tudor-Stil errichtet. Bauherr war der Fabrikant Johann von Zimmermann, der Begründer des deutschen Werkzeugmaschinenbaus.

Das Gebäude zählt zu den wertvollsten Baudenkmälern der neugotischen Wohnhausarchitektur des 19. Jahrhunderts in Sachsen. In unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof bildet dieser repräsentative Bau eine architektonische Sehenswürdigkeit.

Claus Höhn berichtete mit Begeisterung von den bisher fertiggestellten Baumaßnahmen im Innen- und Außenbereich der Villa Zimmermann und führte uns durch die vielen Zimmer über mehrere Etagen. Insbesondere die vielen Deckenvertäfelungen mit reicher gotischer Malerei sowie die aufwendigen Sanierungsmaßnahmen beeindruckte alle Teilnehmer sehr.

Am Rande der sehr informativen Führung blieb den Kammermitgliedern auch Zeit, sich mit Dipl.-Ing. Ronny Hänel, Schatzmeister der Ingenieurkammer, und Geschäftsführer Nils Koschtial über aktuelle ingenieurrelevante Themen auszutauschen.

Darüber hinaus informierte Professor Dr. sc.techn. Reinhard Erfurth, Ehrenpräsident der Ingenieurkammer, die Teilnehmenden über den diesjährigen Europäischen Ingenieurkammertag sowie die kommende Sonderausstellung “Beyond geometry. Frei Otto x Kengo Kuma”. Diese findet von April bis Juni 2025 in den Kunstsammlungen Chemnitz statt.

Ihre Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle

Miriam von Keutz B.Sc.
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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